Herbstferienprojekt der GBS 2025

Jahrgang 2
über beide Ferienwochen
Initiatorinnen Jennifer und Sabine

Idee: Die Kinder sollen in Gemeinschaftsarbeit ein großes Herbstbild ausschließlich
aus Herbstlaub schaffen.
Anspruch: Den Werkstoff (das Laub) mussten sie selbst bei einem kleinen Ausflug
heranschaffen und für den Gebrauch (pressen und trocknen) vorbereiten.
Schwierigkeit: Wie macht man das? Der Werkstoff muss auf saugfähigem
Untergrund säuberlich ausgebreitet werden und darf nicht zusammenkleben, damit er
schnell trocknen kann. Dann muss er beschwert werden und mehrere Tage unter
den Gewichten ruhen.
Vorgehen: In der Zwischenzeit wurde das Motiv beraten und festgelegt. Die Kinder
fertigten Skizzen zu dem Thema Igelfamilie im Herbstgarten an. Die
Bildkomposition sollte eine Igelin mit mindestens zwei Jungtieren enthalten, einen
großen Blätterhaufen, in dem sie alle wohnen und einen Baum, unter dem sie nach
Futter suchen.
Komposition: Die Schwierigkeit der Größenverhältnisse wurde besprochen und
dergestalt gelöst, dass sowohl der Blätterhaufen, als auch der Baum als Teilobjekte
angelegt und an die beiden äußeren Bildränder links und rechts gesetzt wurden. Das
Bildformat hatte durch Zusammenfügung von sechs hellgrauen Pappen ein Format
von ca. 180 x 80 cm. Es wurde das Querformat gewählt.
Ausführung: Die getrockneten und gepressten Blätter wurden nach Größen sortiert
und dann auf der Pappe zunächst auf die vorskizzierten Figuren gelegt. So konnte
schnell erkannt werden, dass das Material in Anzahl, Größe, Format und Farben
ausreichend vorhanden war. Die Kinder wählten die jeweils schönere Seite jedes
Blattes uns bestrichen die andere Seite mit Flüssigkleber. Während einige Kinder
den Boden klebten, machten sich andere an die Baumkrone und den Baumstamm.
Um zu vermeiden, dass sich die Pappe unter der Feuchtigkeit wellt, mussten alle
Stellen mit hoher Klebstoffdichte über Nacht beschwert werden. Das hat ein bisschen
Zeit gekostet. An den nächsten zwei Tagen wurde der Laubhaufen geklebt und
musste beschwert werden und zum Schluss wurden die Igel geklebt. Damit war das
Bild vollendet und wurde in seiner Gesamtheit eine letzte Nacht gepresst.
Präsentation: Am letzten Feriennachmittag wurde das Bild von den Erziehern und
Betreuern in die Keksküche verbracht, dort an der Holzwand zur Kantine aufgehängt
und mit den Namen der kleinen Künstler versehen. Auch die Entwurfsskizzen wurden
beigefügt. Anschließend waren alle Kinder (auch die, die nicht mitmachen wollten)
zur ersten Betrachtung eingeladen. Die Bewertung war allgemein positiv.
Lernziel: Die Kinder haben einen ersten Eindruck von sehr empfindlichem
Werkmaterial gewonnen und gelernt, gemeinsam an einem Kunstobjekt zu arbeiten.
Gegenseitige Rücksichtnahme und Akzeptanz wurden dabei geleitet trainiert.